Fremdkindadoption

Die Adoption eines Kindes, das mit den Adoptiveltern nicht verwandt ist, steht Einzelpersonen und verheirateten Paaren offen. Für unverheiratete Paare sowie Paare in eingetragener Partnerschaft ist die gemeinschaftliche Adoption nicht möglich.

Das Kind kann entweder im Ausland oder in der Schweiz geboren sein.

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Voraussetzungen

Die zukünftigen Adoptiveltern müssen folgende formalen Voraussetzungen erfüllen:

  • Der Altersunterschied zwischen dem Kind und den Adoptiveltern muss mindestens 16 Jahre und darf höchstens 45 Jahre betragen.
  • Ehepaare und Einzelpersonen, die ein Kind adoptieren möchten, müssen mindestens 28 Jahre alt sein. Ehepaare müssen seit mindestens drei Jahren einen gemeinsamen Haushalt führen.
  • Die Zentrale Behörde Adoption und Pflegefamilien (ZEB) hat die Eignung der Adoptiveltern gemäss Art. 5 Adoptionsverordnung (AdoV) mittels einer Eignungsbescheinigung festgestellt.

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Eignungsbescheinigung

Die ZEB stellt die Eignungsbescheinigung aus. Dazu werden die Gesuchstellenden auf ihre erzieherische Eignung, ihre Gesundheit sowie die zeitlichen und finanziellen Ressourcen geprüft. Die Gesuchstellenden müssen der ZEB die entsprechenden Unterlagen einreichen. Zudem werden sie durch eine Sozialarbeiterin der ZEB abgeklärt. Die Sozialabklärung besteht aus drei bis vier Gesprächen, inklusive einem Hausbesuch.

Die Eignungsabklärung definiert zudem das Herkunftsland des Kindes sowie ein Kinderprofil, welches das Alter und den Gesundheitszustand des Kindes enthält.

Vor der Erteilung einer Eignungsbescheinigung müssen die Gesuchstellenden einen Vorbereitungskurs für zukünftige Adoptiveltern besuchen. Hinweise zu den Kursen finden sich auf der Website der Fachstelle Pflege- und Adoptivkinder Schweiz (PACH)

Ein Kind darf nur bei Vorliegen einer Eignungsbescheinigung aufgenommen werden. Wer ein Kind ohne entsprechende Bewilligung bei sich aufnimmt, macht sich strafbar und muss mit einer Busse sowie der Umplatzierung des Kindes rechnen.

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