Sexuelle Gesundheit und sexuelle Gewalt

Sexuelle Gesundheit und sexuelle Gewalt sind Themen, mit denen sich jede Institution, die mit Kindern oder Jugendlichen arbeitet, befassen muss.

Leitfaden sexuelle Gesundheit

Der Erziehungsrat hat einen Leitfaden für die schulische Sexualerziehung genehmigt. Der Leitfaden enthält für jede Stufe der obligatorischen Schulzeit ergänzend zum Lehrplan Anleitungen zur Umsetzung des Lernziels «Sexuelle Gesundheit».

Der Leitfaden «Lernziel Sexuelle Gesundheit» dient in Kindergarten, Primarschule, OS, WBS sowie in den 1. und 2. Klassen des Gymnasiums als Grundlage für die Umsetzung der schulischen Sexualerziehung. In Zusammenarbeit mit den Eltern und Fachstellen des Kantons unterstützt die Schule Kinder und Jugendliche darin, sich in der Informationsflut rund um das Thema Sexualität zu orientieren und eine gesunde Einstellung zur eigenen Sexualität zu entwickeln. Jugendliche sollen am Ende der Volksschulzeit über ein differenziertes und fundiertes Wissen verfügen und ihre Sexualität selbstbestimmt und mit Respekt gegenüber anderen Menschen leben können.

Der Leitfaden für die schulische Sexualerziehung ist in Zusammenarbeit zwischen dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, dem Schulpsychologischen Dienst und Lehrpersonen verschiedener Stufen entstanden. Er kann auch Institutionen, die mit Kindern arbeiten, wertvolle Impulse für den Umgang mit dem Thema sexuelle Gesundheit geben.

Leitfaden Lernziel sexuelle Gesundheit (PDF, 240 KB)

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Sexuelle Ausbeutung

Sexuelle Ausbeutungen kommen leider auch in Institutionen vor, die eigentlich dem Schutz und der Förderung von Kindern oder Menschen mit Behinderungen dienen sollten. Bei sexueller Ausbeutung oder bei Gewalt an Betreuten gibt es selten Zeugen oder direkte Beweise. Entscheidende Bedeutung kommt den Aussagen der Opfer zu.

Das Erziehungsdepartement hat Richtlinien für den Umgang mit einem Verdacht von sexueller Ausbeutung oder Gewalt in Institutionen erarbeitet. Auch wenn diese Richtlinien auf die besonderen Verhältnisse für Institutionen des Erziehungsdepartements ausgerichtet sind, so sind sie auch privaten Institutionen nützlich, im Falle eines Verdachtes rasch und korrekt vorzugehen.

Aber auch sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist leider eine Realität. Der Zentrale Personaldienst ZPD hat für Führungskräfte einen Leitfaden verfasst, der sowohl die Prävention wie auch die Intervention im Themenbereich behandelt.

Für den Bereich von Kindertagesstätten hat der Verband Kitas einen Verhaltenskodex für den Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt erarbeitet. Der Verhaltenskodex kann auf der Homepage von Kitas heruntergeladen werden.

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Schutz vor sexueller Gewalt in Institutionen

Prävention kann sexuelle Gewalt nicht in jedem Fall verhindern. Aber es gibt klare Zeichen, die auf Gefahren hinweisen. Es gibt Strukturen, die sexuelle Gewalt eher verhindern. Der Artikel zeigt Risiken, aber auch Möglichkeiten, sexuelle Gewalt zu verhindern.

Schutz vor sexualisierter Gewalt in Institutionen (PDF, 966 KB)
(Artikel von Ursula Enders, aus: unsere Jugend, 64. Jg., S. 312 -321 (2012); © Ernst Reinhardt Verlag, München und Basel)

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Handbuch Schutzkonzepte sexueller Missbrauch

Das «Handbuch Schutzkonzepte sexueller Missbrauch» beschreibt die wichtigsten Handlungsfelder im Bereich Prävention und Intervention von sexualisierter Gewalt gegenüber Kindern, Jugendlichen, jungen Frauen und jungen Männern und hat den Anspruch, diese praxisnah und beispielhaft für Organisationen, Einrichtungen und Vereine aufzubereiten.

Erarbeitet worden ist das Handbuch vom «unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs» der Bundesrepublik Deutschland.

Handbuch Schutzkonzepte sexueller Missbrauch (PDF, 3.7 MB)
(Dezember 2013)

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